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»Meditiation in Worten und Tönen«

Kommentar

»Meditiation in Worten und Tönen«

Meditiation in Worten und Tönen

Kommentar von Dr. Zoi Kotitsa zur grafischen Arbeit »Meditiation in Worten und Tönen«.

 

»Meditation in Worten und Tönen« wurde als Einladung für den Vorstand und Aufsichtsrat einer Bank in der Wallfahrtskirche St. Maria im Weingarten auf dem Kirchberg bei Volkach am Main konzipiert. Hier will Beinert einen Zustand, ja sogar eine Stimmung visualisieren: die Meditation. Und er wird leise. In einer weichen Schrift, der zerstörten Garamont Amsterdam von M. F. Benton, verfaßt er einen kargen Text in sanftem Hellgrau und Weinrot, den Farben der Prototypographen. Die Stille wird allerdings unmittelbar durch die vielen geprägten, d.h. nicht gedruckten, Worte impliziert: man faßt an und schweigt. Und die zwei Seiten aus dem dünnen japanischen Vorsatzpapier zwingen sogar zur Meditation: man hört beim sanften Umblättern zu und schweigt. Auf diese Weise findet eine »Meditation in Tönen« nicht nur durch die gespielte Musik während der Veranstaltung statt, sondern auch durch das verwendete Material.

Im Zentrum des Ganzen steht die Persönlichkeit Tilman Riemenschneiders, der die berühmte Statue der Madonna im Rosenkranz in der Volkacher St. Maria im Weingarten geschnitzt hat. Sein Name erscheint auf der ersten und der letzten Seite der Einladung, wo auch eine kurze Biographie zu lesen ist. Man denkt allerdings auch durch die verwendeten Materialien an den berühmten Holzschnitzer. Durch die Handbindung mit Bastschnüren und das Naturpapier mit Stroh für das Siegel wird er richtig (an) faßbar.

Alles in allem, Beinert konzentriert sich in der Gestaltung auf das Wesentliche und bringt eine ungewöhnliche Kombination zustande: schönstes Design mit Inhalt.

Weiterführende Informationen. Portfolio HypoVereinsbank AG.

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Wolfgang Beinert | Graphic Design Studio
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