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Hannes Wanderer

Event

Hannes Wanderer: peperoni books und die Welt der Fotobücher

»Der Kleinste, aber der Mutigste …«. Peperoni Books und die Welt der Fotobücher. Vortrag und Ateliergespräch mit Hannes Wanderer im Atelier Beinert | Berlin, Donnerstag, 30. September 2010 um 20:00 Uhr im Atelier Wolfgang Beinert | Berlin, Görlitzer Straße 51, 10997 Berlin.

 

Kurz vorweg

Hannes Wanderer habe ich im Jahre 2007 in Berlin durch Maki Shimizu, eine befreundete Illustratorin aus Tokio kennengelernt. Und zwar bei der Präsentation ihrer Publikation »Makis Haustierbuch«. Maki lud mich damals mit dem besonderen Hinweis ein, dort würde ich auch ihren »Kummpl Hanes« kennenlernen; sie meinte damit ihren Verleger Hannes Wanderer von Peperoni Books. Prima dachte ich mir, dann lerne ich ja endlich diesen eigenwilligen Herrn kennen, der den Mut hat, eine so grillenhafte Schöpfung zu finanzieren.

Nun, bei besagter Buchpräsentation lernte ich dann Hannes Wanderer persönlich kennen: Endvierziger, langes Haar, runde Nickelbrille, etwas zu kurze Hosen, sehr redegewandt – und wie sich herausstellte, ein Mann mit der ungewöhnlichen Begeisterung und Zuneigung – ja einer Versunkenheit für Themen, Dinge und Details, die die meisten, mich eingeschlossen, auf den ersten Blick erst gar nicht wahrnehmen.

Und so blieb mir bis heute seine Eröffnungsrede in Erinnerung, in der er genüsslich aus Maki Shimizus E-Mails, Briefen und Manuskripten vorlas, welche gespickt mit fremdsprachlichen Unstimmigkeiten und Patzern, eine äußerst amüsante Heiterkeit unter den Zuhörern – insbesondere bei Hannes Wanderer selbst – hervorriefen.

Seitdem kreuzen sich unsere Wege regelmäßig und ich habe nahezu keine seiner Fotobuchpräsentationen in seinem Showroom 25books in der Brunnenstraße in Berlin Mitte versäumt. Heute behaupte ich einfach, unbefangen wie ich manchmal sein kann, dass Hannes Wanderer schlicht und einfach besessen ist, themenbasierte Fotobücher zu machen und zu publizieren.

Hannes Wanderer fotografiert Ende Juli 2010 von Cathy Horyn für ihren Blog in der New York Times.

Hannes Wanderer fotografiert Ende Juli 2010 von Cathy Horyn für ihren Blog in der New York Times.

 

Und hier beginnt mein besonderes Interesse an Hannes Wanderers Welt: Weshalb gibt ein Mann einen gut dotierten Job in der Werbebranche auf, um in einer äußerst schwierigen Zeit, in einem äußerst schwierigen Segment, Verleger von Fotobüchern zu werden? Wie behauptet sich ein Ein-Mann-Fotobuch-Verlag in einem riskant umkämpften Markt der etablierten Verlage? Wie wählt er seine Fotografen aus? Oder wählen sie ihn aus? Wie teuer ist es heute überhaupt, ein Fotobuch zu verlegen? Kann man davon leben? Weshalb berichtet die ferne New York Times über seine Fotobücher? Wie funktioniert das alles in einer immer komplizierter werdenden Welt? Fragen über Fragen, die Hannes Wanderer in meinem Ateliergespräch am 30. September beantworten wird.

 

Zum Thema

peperoni books – also Hannes Wanderer – produziert und verlegt Fotobücher. Zur Zeit präsentiert er jährlich rund sechs Neuerscheinungen, teils mit weithin renommierten Fotografen und Künstlern, unter Ihnen Jo Röttger (Wilson’s World), Rufina Wu und Stefan Canham (Portraits from above – Hong Kong’s informal rooftop communities), Isadora Tast (Mother India – Searching for a Place) oder Michael Wolf (Hong Kong Inside Outside).

Übrigens stammt das Zitat »Der Kleinste ist der Mutigste« von Michael Wolf. Der in Hong Kong und Paris lebende Fotograf wollte damit sagen, dass der »kleine« Verleger Wanderer sich an Themen heran wagt, vor denen große Verlage meist einen weiten Bogen machen. Neben seinem Verlag peperoni books betreibt Hannes Wanderer auch noch einen Fotobuchladen – 25books; einer der wenigen deutschen Buchläden – vielleicht sind es ein Dutzend? – deren Verkaufssortiment ausschließlich aus Fotobüchern besteht.

Ende 2009 publizierte Hannes Wanderer den Fotoband Wilson's World von Jo Röttger. Der Fotograf hat den großen Theatermann Robert Wilson auf seinem rastlosen globalen Flug begleitet. Im Watermill Center, Long Island, in seinem Apartment in New York, bei Vorbereitungen und Proben verschiedener Inszenierungen in Warschau, Paris, Berlin und Taiwan, bei der Begegnung mit Derwischtänzern in Istanbul und Athen, bei der Eröffnung der VOOM Ausstellung in New York.

Ende 2009 publizierte Hannes Wanderer den Fotoband Wilson’s World von Jo Röttger. Der Fotograf hat den großen Theatermann Robert Wilson auf seinem rastlosen globalen Flug begleitet. Im Watermill Center, Long Island, in seinem Apartment in New York, bei Vorbereitungen und Proben verschiedener Inszenierungen in Warschau, Paris, Berlin und Taiwan, bei der Begegnung mit Derwischtänzern in Istanbul und Athen, bei der Eröffnung der VOOM Ausstellung in New York.

 

Wanderers Vortrag wird sich in drei Teile gliedern. Im ersten Teil wird er kurz etwas über seinen familiären und handwerklichen Background erzählen. Das ist insofern interessant, weil Hannes Wanderer aus einer Druckerfamilie stammt und noch Litho- und Reprofotograf gelernt hat, ein Berufsbild, das es heute nicht mehr gibt. Man könnte sagen, er hat von Geburt an Druckerschwärze im Blut. Im zweiten Teil wird Hannes Wanderer kurz darauf eingehen, wie er in die Werbung kam, wie er zu seiner Leidenschaft für Fotografie und Verlagswesen fand, weshalb ihm die Welt der Werbung fremd wurde und warum er schlussendlich aus der Werbebranche ausstieg.

Vertrauen ist gut, Kontrolle ist besser: Der Fotograf Michael Wolf schläft während der Druckabnahme seines 352 Seiten starken, zweibändigen Fotobandes Hong Kong Inside Outside vor lauter Müdigkeit neben der Druckmaschine ein.

Vertrauen ist gut, Kontrolle ist besser: Der Fotograf Michael Wolf schläft während der Druckabnahme seines 352 Seiten starken, zweibändigen Fotobandes Hong Kong Inside Outside vor lauter Müdigkeit neben der Druckmaschine ein.

 

Im dritten Teil seines Vortrags wird Hannes Wanderer ausgiebig auf Fotografie und seinen Verlag eingehen. Es stellt uns sein Modell »Verleger, Buchhändler, Referent und Hersteller in Personalunion« vor. Dabei wird er auch auf die Fotobuchpublikation in der Praxis, die inhaltlichen Perspektiven sowie die wirtschaftlichen Notwendigkeiten eingehen. Der speziell für diesen Abend entwickelte Vortrag wird rund 1 1/2 Stunden dauern. Anschließend ist eine Diskussion geplant.

 

Über Hannes Wanderer

Hannes Wanderer ist in der Druckerei seines Vaters in der Nähe von Hannover groß geworden. Er spezialisiert sich auf Lithographie und Reprofotografie, arbeitet dann über 25 Jahre lang als Druckvorstufenexperte.

Der »kleine Hannes« mit seinem großen Bruder Jochen (links) an einem Original Heidelberger Druckzylinder in der Druckerei seines Vaters Horst. Heute führt sein Bruder in der vierten Generation die 1899 gegründete Offizin im niedersächsischen Bad Münder am Deister.

Der »kleine Hannes« mit seinem großen Bruder Jochen (links) an einem Original Heidelberger Druckzylinder in der Druckerei seines Vaters Horst. Heute führt sein Bruder in der vierten Generation die 1899 gegründete Offizin im niedersächsischen Bad Münder am Deister.

 

1997–2008 Mitbegründer und geschäftsführender Gesellschafter der Berliner »Peperoni Werbeagentur«, die vorwiegend Kommunikationskampagnen für Kunden aus dem institutionellen Umfeld (z.B. Landes- und Bundesministerien) erarbeitet. In der Agentur gehören die Segmente Text, Konzeption, Fotografie, Produktion und Internet zu seinen Aufgaben. 2004 erscheint »Time Out – Leere Läden in Berlin«, das erste Fotobuch unter dem Imprint »Peperoni Books« mit Fotografien von Hannes Wanderer und Andreas Göx. Bis Ende 2008 erscheinen rund zehn weitere Bildbände bei Peperoni Books. Ende 2008 scheidet Hannes Wanderer aus der Werbeagentur aus, führt aber den Verlag Peperoni Books weiter und etabliert daneben unter der Marke »25books« eine Fachbuchhandlung für Fotografie mit angeschlossenem Showroom in der Brunnenstraße in Berlin. Im Mai 2010 geht sein 25books-Blog online.

 

Post Scriptum

Am 31. Juli mailte mir Hannes Wanderer um 1:36 Uhr in der Nacht, dass er gerne noch ein paar Fotobücher während seines Vortrags verlosen würde. Nur zu lieber Hannes, ich habe nichts dagegen. Ich lass mich einfach überraschen …

Wolfgang Beinert
Everything good is fragile … Save it!
Berlin, 31.7.2010

 

Resüme


Nichts für Ungeduldige!

Ich kannte den Vortrag von Hannes Wander noch nicht. Konnte ihn nicht kennen. Denn Hannes Wanderer hatte ihn extra und ausschließlich für dieses Ateliergespräch auf die Beine gestellt. Und da Hannes Wanderer es mit den Dingen bekanntlich sehr genau nimmt, hielt er sich auch sehr genau an meinen oben stehenden Einladungstext. Allerdings hatte Hannes Wanderer im Eifer des Gefechts wohl wohlwollend interpretiert: 1 Vortrag ÷ 3 Themenblöcke = 1/3 Zeit pro Thema.

Ich muss zugeben, dass ich persönlich – italienisch salopp wie ich nun mal sein kann – mit der Länge eines Teilchen nicht so mathematisch präzise umgehen kann. Deshalb formulierte ich vielleicht zu wage: »Im ersten Teil wird er kurz etwas über seinen familiären und handwerklichen Background erzählen« und im »dritten Teil seines Vortrags wird Hannes Wanderer ausgiebig auf Fotografie und seinen Verlag eingehen«.

Nun ja, wie ich in meinem Einladungstext auch erwähnte, ist Hannes Wanderer »ein Mann mit der ungewöhnlichen Begeisterung und Zuneigung – ja einer Versunkenheit für Themen, Dinge und Details«. Ich nehme an, die Gäste dieses Abends verstehen meine beiläufige Anmerkung nun nicht mehr nur metaphorisch. Kurz gesagt: Ich hätte mir weniger Wanderer Druck, dafür mehr Wanderer Verlag gewünscht.

Denn insbesondere das Book Preview »Tokyo Compression« und »asoue« fand ich äußerst spannend. Andererseits weiß ich über Teilchen zumindest so viel, dass sie summa summarum ein Ganzes ergeben. Also sollte ich vermutlich etwas geduldiger werden. Aus den geplanten 1 1/2 Stunden wurden somit 2 3/4 Stunden. Aber unabhängig von dieser kleinen Spitzfindigkeit, folgte das Publikum Hannes Wanderer geduldig, oft lachend und sehr aufmerksam bis zum Schluss.

Ich persönlich empfand den Vortrag als sehr offenherzig, authentisch, sympathisch und bereichernd. Und ich habe gelernt, wo die zu kurzen Hosen herkommen …

Hannes Wanderer begann seinen Vortrag damit, seelenruhig und ausgiebig durch die über hundertseitige Chronik (1899 bis 1999) der Familiendruckerei Wanderer zu blättern; eine sehr und äußerst anschauliche Zeitreise vom materiellen Handsatz bis hin zum Beginn des digitalen Zeitalters. Selbst das »Gautschen« von Klaus Winkler, einem ehemaligen Mitarbeiter der Druckerei, schenkte er gebührende Beachtung. // Durch einen Bombenalarm am Berliner Ostkreuz verspäteten sich einige Gäste. Aber nach einer halben Stunde war der letzte Stuhl besetzt. U.a. in der ersten Reihe: Andreas Deffner (Fotograf, Berlin), Christina Lammers (PG Lab, Berlin), Kerstin Betzemeier (Betzemeier usp Design, Berlin), Anke Rahusen (PixelGräfin, Berlin).

Hannes Wanderer begann seinen Vortrag damit, seelenruhig und ausgiebig durch die über hundertseitige Chronik (1899 bis 1999) der Familiendruckerei Wanderer zu blättern; eine sehr und äußerst anschauliche Zeitreise vom materiellen Handsatz bis hin zum Beginn des digitalen Zeitalters. Selbst das »Gautschen« von Klaus Winkler, einem ehemaligen Mitarbeiter der Druckerei, schenkte er gebührende Beachtung. Durch einen Bombenalarm am Berliner Ostkreuz verspäteten sich einige Gäste. Aber nach einer halben Stunde war der letzte Stuhl besetzt. U.a. in der ersten Reihe: Ana Druga (Kommunikationsdesignerin, Berlin) Andreas Deffner (Fotograf, Berlin), Christina Lammers (PG Lab, Berlin), Kerstin Betzemeier (Betzemeier usp Design, Berlin) und Anke Rahusen (PixelGräfin, Berlin).

Wie gewinnt man den Bundeswettbewerb für politische Bildung? Für Hannes Wander ganz einfach: Knödel sind passiv! Im Teil 2 seines Vortrags ging Hannes Wanderer humorvoll darauf ein, wie er erstmals als Pennäler im Rahmen eines Schulwettbewerbs mit »der Werbung« in Berührung kam, wie ihn Musik und Plattencover von Patti Smith, Bob Dylan, Velvet Underground und David Bowie sowie Fotolehrbücher á la »Die Farbe« und »Photoprobleme« beeinflusst haben. // Von rechts im Bild: Die Fotorepräsentantin Daniela Eger (A&O Artists and Organisation, Berlin) mit ihren Fotografen Sven Hagolani und Anton Andalus. Zwischen den beiden Fotografen Jürgen Schepers (Branchenkoordinator Kreativwirtschaft der IHK, Berlin). Im Hintergrund rechts: Gisela Jetter (Jetter Grafikdesign, Berlin).

Wie gewinnt man den Bundeswettbewerb für politische Bildung? Für Hannes Wander ganz einfach: Knödel sind passiv! Im ersten Teil seines Vortrags ging Hannes Wanderer auch humorvoll darauf ein, wie er erstmals als Pennäler im Rahmen eines Schulwettbewerbs mit »der Werbung« in Berührung kam, wie ihn Musik und Plattencover von Patti Smith, Bob Dylan, Velvet Underground und David Bowie sowie Fotolehrbücher á la »Die Farbe« und »Photoprobleme« beeinflusst haben. Von rechts im Bild: Die Fotorepräsentantin Daniela Eger (A&O Artists and Organisation, Berlin) mit ihren Fotografen Sven Hagolani und Anton Andalus. Zwischen den beiden Fotografen Jürgen Schepers (Branchenkoordinator Kreativwirtschaft der IHK, Berlin). Im Hintergrund rechts: Gisela Jetter (Jetter Grafikdesign, Berlin) und Daniela Eger (Fotoagentin).

Im zweiten Teil seines Vortrags zeigte Hannes Wanderer unter dem Titel »Diaabend« auch einige seiner frühen fotografischen Eigenkreationen, die überwiegend während seiner Fernreisen entstanden. Seine sinngemäße Selbsteinschätzung dazu: nette und vorzeigbare, aber in ihrer Konsequenz mediokritäre Fotos. // Mitten im Bild: AJ Dajani (Berlin) und Irina Kromm (FH, Potsdam).

Im zweiten Teil seines Vortrags zeigte Hannes Wanderer unter dem Titel »Diaabend« auch einige seiner frühen fotografischen Eigenkreationen, die überwiegend während seiner Fernreisen entstanden. Seine sinngemäße Selbsteinschätzung dazu: nette und vorzeigbare, aber in ihrer Konsequenz mediokritäre Fotos.

»Und irgendwann hatte ich ein Projekt«. Ab diesem »Wendepunkt« wurde es nicht nur für Hannes Wanderer interessant, sondern auch für das Publikum. Hannes Wanderer stellte sein erstes Buchprojekt »Time out« Leere Läden in Berlin vor. Er und Andreas Göx fotografierten über 3.500 leerstehende Läden in Berlin und machten 2004 das erste Peperoni Buch daraus. Sozusagen die »Ursuppe« von Peperoni Books. // Mittig im Bild: Meike Nixdorf (Fotografin, Berlin) und Ihre Partnerin Grit Hackenberg (Nixenberg, Berlin).

»Und irgendwann hatte ich ein Projekt«. Ab diesem »Wendepunkt« wurde es nicht nur für Hannes Wanderer interessant, sondern auch für das Publikum. Hannes Wanderer stellte sein erstes Buchprojekt »Time out« Leere Läden in Berlin vor. Er und Andreas Göx fotografierten über 3.500 leerstehende Läden in Berlin und machten 2004 das erste Peperoni Buch daraus. Sozusagen die »Ursuppe« von Peperoni Books. Mittig im Bild: Meike Nixdorf (Fotografin, Berlin) und Ihre Partnerin Grit Hackenberg (Nixenberg, Berlin).

Unter der Headline »Ein Kreativer kann kein Powerpoint« kam Hannes Wanderer zum dritten Teil des Vortrags, zur Übernahme von 25books im Jahre 2009, zum Umzug in die Berliner Brunnenstraße und zu noch mehr Büchern. // Links im Bild: Lena Münzner (Fotorestauratorin, Berlin), Tochter des Hamburger Fotografen Jo Röttger, dessen Fotoband Wilson's World Hannes Wanderer 2009 verlegte.

Unter der Headline »Ein Kreativer kann kein Powerpoint« kam Hannes Wanderer zum dritten Teil des Vortrags, zur Übernahme von 25books im Jahre 2009, zum Umzug in die Berliner Brunnenstraße und zu noch mehr Büchern. Links im Bild: Lena Münzner (Fotorestauratorin, Berlin), Tochter des Hamburger Fotografen Jo Röttger, dessen Fotoband Wilson’s World Hannes Wanderer 2009 verlegte.

Sehr aufmerksam hörte das Publikum zu, als Hannes Wanderer zu seinem »Projektverlag« kam. Welche Entscheidungskriterien sind für ihn interessant, ein Buch zu verlegen?: Ist das Thema interessant?, ist das Material gut?, welche anderen Bücher gibt es zum Thema schon? // Im Bild: Susanne Niemann (Goethe-Institut, München) und Maki Shimizu (Illustratorin, Tokyo und Berlin).

Sehr aufmerksam hörte das Publikum zu, als Hannes Wanderer zu seinem »Projektverlag« kam. Welche Entscheidungskriterien sind für ihn interessant, ein Buch zu verlegen?: Ist das Thema interessant?, ist das Material gut?, welche anderen Bücher gibt es zum Thema schon? Im Bild: Susanne Niemann (Goethe-Institut, München) und Maki Shimizu (Illustratorin, Tokyo und Berlin).

Der Fotograf Sven Hagolani und Corinna Weidner (Fotobuchautorin und Journalistin, Berlin).

Nachdem Hannes Wanderer über Fragestellungen zum »Projektzuschnitt« eines Buches referierte, kamen die ersten Fragen aus dem Publikum. Stehend im Bild: Der Fotograf Sven Hagolani. Hinten: Corinna Weidner (Fotobuchautorin und Journalistin, Berlin).

Das Ateliergespräch war wie immer gut besucht. Allerdings waren dieses Mal ungewöhnlich viele Fotografinnen und Fotografen im Publikum.

Das Ateliergespräch war wie immer gut besucht. Allerdings waren dieses Mal ungewöhnlich viele Fotografinnen und Fotografen im Publikum.

Nach zweieinhalb Stunden saß – abgesehen von einem halben Dutzend Personen – das gesamte Publikum immer noch auf den Stühlen. Die ersten Fragen - mea culpa - bahnten sich ihren Weg, aber eine Dame im Publikum meinte dazu nur sehr resolut: »Ich würde gerne den Vortrag zu Ende hören«. Darauf Hannes Wanderer: »Kann ich Ihnen noch meine zwei ganz neuen Bücher zeigen?«.

Nach zweieinhalb Stunden saß – abgesehen von einem halben Dutzend Personen – das gesamte Publikum immer noch auf den Stühlen. Die ersten Fragen – mea culpa – bahnten sich ihren Weg, aber eine Dame im Publikum meinte dazu nur sehr resolut: »Ich würde gerne den Vortrag zu Ende hören«. Darauf Hannes Wanderer: »Kann ich Ihnen noch meine zwei ganz neuen Bücher zeigen?«.

Vielen Dank an die unbekannte Dame. Geduld lohnt sich, ansonsten hätten wir vielleicht nicht die beiden wunderbaren Projekte »Tokyo Compression« und «asoue« von Michael Wolf (Fotograf, Hongkong) kennengelernt, die uns dann Hannes Wanderer kenntnisreich vorstellte.

Vielen Dank an die unbekannte Dame. Denn Geduld lohnt sich. Ansonsten hätten wir vielleicht nicht die beiden wunderbaren Projekte »Tokyo Compression« und «asoue« von Michael Wolf (Fotograf, Hongkong) kennengelernt, die uns dann Hannes Wanderer kenntnisreich vorstellte.

Als Hannes Wanderer dann anfing, über »Tokyo Compression« und «asoue« zu philosophieren, spürte nicht nur ich seine Hingabe und Leidenschaft zur Fotografie dieser Art. Ich hatte den Eindruck, dass das Publikum nach 2 1/2 Stunden plötzlich wieder hellwach war. Schade das Michael Wolf nicht da war, er hätte sich sicherlich über diese Liebeserklärung gefreut.

Als Hannes Wanderer dann anfing, über »Tokyo Compression« und «asoue« zu philosophieren, spürte nicht nur ich seine Hingabe und Leidenschaft zur Fotografie dieser Art. Ich hatte den Eindruck, dass das Publikum nach 2 1/2 Stunden plötzlich wieder hellwach war. Schade das Michael Wolf nicht da war, er hätte sich sicherlich über diese Liebeserklärung gefreut.

Und da Hannes Wanderer nicht nur Verleger, sondern auch Buchhändler ist, wurde im Gang des Ateliers ein Bücherstand aufgebaut. Hier wurde bis weit nach Mitternacht geblättert, geredet und getrunken. Links im Bild: Janine Kaliga (Pepperoni Books, Berlin).

Und da Hannes Wanderer nicht nur Verleger, sondern auch Buchhändler ist, wurde im Gang des Ateliers ein Bücherstand aufgebaut. Hier wurde bis weit nach Mitternacht geblättert, geredet und getrunken. Links im Bild: Janine Kaliga (Pepperoni Books, Berlin).

 

Zum Schluss noch herzlichen Dank an Hannes Wanderer für seine Mühen. Und natürlich ein Merci an meine Gäste, die ins wilde Kreuzberg fanden.

Wolfgang Beinert
Everything good is fragile … Save it!
Berlin, 3. Oktober 2010

 

Weiterführende Informationen

peperoni-books.de
25books.de
blog.25books.de

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Wolfgang Beinert | Berlin: Graphic Design Studio
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