»Wolfgang Beinerts Arbeiten gelten als exklusiv, obsessiv, stringent, reduziert, feinsinnig, virtuos« [Deutscher Kommunikationsverband, Hamburg] und als »zeitlos modern« [Graphis, New York]. »Seine Arbeiten zeichnen sich durch eine ungewöhnliche Detailliebe und – insbesondere bei Drucksachen – durch aufwendige Produktionsverfahren aus« [Page, Hamburg]. »Wolfgang Beinert zieht ein ausgewogenes Design aus Bild- und Schriftelementen großen Einzelbilddarstellungen vor« [Dr. Priska Pytlik und Anke Schreck, Grafikdesignschau Regensburg]. »Er hat einen eigenen grafischen Stil entwickelt, der aufgrund seiner Detailvielfalt unverwechselbar ist« [Günter Gerhard Lange, Typograph]. »Seine Typo-Bild-Collagen gehören – wie die von Brody und Carson – zur Avantgarde« [Prof. Dr. Kurt Weidemann, Typograph].  
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Typographische Anfängerfehler
Eine Frage des Designmagazin PAGE an Wolfgang Beinert. TypoPAGE 2005
von Antje Dohmann

PAGE
Welche typischen Anfängerfehler sind Ihnen während Ihrer ersten Projekte unterlaufen, über die Sie heute schmunzeln?

WOLFGANG BEINERT
Typographische Anfängerfehler? Ich kann mich beim besten Willen an keine erinnern. Denn als ich 1990 anfing, war die »Typowelt« selbst für einen blutigen Anfänger wie mich noch in Ordnung. Meine »Typo« wurde nämlich von Schriftsetzereien umgesetzt, auf deren Know-how ich mich blind verlassen konnte. Es gab eine überschaubare Anzahl an Druckschriften, die Schriftmusterbücher verdienten noch ihren Namen, Korrektor war ein Beruf und meine Fehler im typographischen Workflow wurden von »meinen« Setzern stillschweigend bis auf das letzte Semikolon ausgebügelt. Typographie bestand aus einem Layout, Schriftmustern, Typometern, Reprovorlagen, Typoskripten, Korrekturfahnen und vielen langen Fachgesprächen mit dem Chef der Setzerei. Ich habe dabei sehr viel gelernt.

Das hatte sich mit der Umstellung auf die digitale Typographie ab 1993 gravierend geändert. Die ersten Jahre meiner »PostScript-Ära« waren gepflastert mit Anfängerfehlern technischer Natur: Verschwunden Dateien, nichtfunktionierende Schriften, kaputte Files und fehlerhafte Filmbelichtungen.

WEITERFÜHRENDE INFORMATIONEN ZU DIESEM THEMA
typoPAGE 02.2005, ISSN 1612-0329
www.typolexikon.de


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