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| Die Einladung »Meditation in Worten und Tönen« wurde auf französischen Feinstpapier in Echtfarben gedruckt. Als Vorsatzpapier wurde ein japanisches Künstlerpapier eingearbeitet. | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
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| Für die Broschur wurde extra eine frühe Renaissance-Antiqua entworfen. Auf jeder Seite ist die jeweilige Headline als Blindprägung hochgeprägt. Von einer Handbuchbinderin wurde die Broschur dann aufwendig mit Bast konfektioniert. | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
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| Jedes Exemplar wurde mit einer geprägten Naturpapieretikette verschlossen. Rechts im Bild das japanische Vorsatzpapier eines Papiermeisters aus der Nähe von Kyoto. | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| PROJEKT Einladung »Meditation in Worten und Tönen« des Vorstandsvorsitzenden (CEO) einer Bank an Vorstand und Aufsichtsrat. AUFTRAGGEBER Hypo-Bank AG (HypoVereinsbank AG, Member of UniCredit). BRANCHE Finanzdienstleister, Banken und Versicherungen. UNSERE LEISTUNGEN Graphic Design, Typographie, Druckvorstufe und Druckabwicklung. ANMERKUNGEN Die Einladung wurde u.a. vom Design Zentrum Nordrhein Westfalen in Zusammenarbeit mit der Allianz deutscher Designer [AGD], dem Bund Deutscher Grafik-Designer [BDG], dem Bund Freischaffender Foto-Designer [BFF] und dem Verband der Grafik-Designer [VGD] mit dem »Deutschen Preis für Graphik-Design« mit der »höchsten Designqualität« (reddot best of the best) ausgezeichnet. | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
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| Da Fonts heute nicht mehr über die Anmutung von physischen Werksatzschriften verfügen, wurde für die Einladung extra eine Venezianische Renaissance-Antiqua entworfen, die die Anmutung der Erst- bzw. Inkunabeldrucker des 15. Jahrhunderts widerspiegelt und dem typographischen Zeitfenster entspricht, in dem Tilman Riemenschneider (1460–1531) lebte. Als Ausgangsschrift diente die Lettergieterij Amsterdam von Morris Fuller Benton (USA, 1872–1948). | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
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| Die entwickelte Schrift ist ein Hybrid zwischen Venezianischer und Französischer Renaissance-Antiqua. Der Schriftschnitt wurde mit Mediävalziffern ausgestattet und mit dem Font Editor Fontographer »geschnitten«. Diese Schriftstilvariante diente auch für das Fräsen der Matrizen. | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
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| Von Dr. Zoi Kotitsa zur grafischen Arbeit Meditiation in Worten und Tönen. »Meditation in Worten und Tönen« wurde als Einladung für den Vorstand und Aufsichtsrat einer Bank in der Wallfahrtskirche St. Maria im Weingarten auf dem Kirchberg bei Volkach am Main konzipiert. Hier will Beinert einen Zustand, ja sogar eine Stimmung visualisieren: die Meditation. Und er wird leise. In einer weichen Schrift, der zerstörten Garamont Amsterdam von M. F. Benton, verfaßt er einen kargen Text in sanftem Hellgrau und Weinrot, den Farben der Prototypographen. Die Stille wird allerdings unmittelbar durch die vielen geprägten, d.h. nicht gedruckten, Worte impliziert: man faßt an und schweigt. Und die zwei Seiten aus dem dünnen japanischen Vorsatzpapier zwingen sogar zur Meditation: man hört beim sanften Umblättern zu und schweigt. Auf diese Weise findet eine »Meditation in Tönen« nicht nur durch die gespielte Musik während der Veranstaltung statt, sondern auch durch das verwendete Material. Im Zentrum des Ganzen steht die Persönlichkeit Tilman Riemenschneiders, der die berühmte Statue der Madonna im Rosenkranz in der Volkacher St. Maria im Weingarten geschnitzt hat. Sein Name erscheint auf der ersten und der letzten Seite der Einladung, wo auch eine kurze Biographie zu lesen ist. Man denkt allerdings auch durch die verwendeten Materialien an den berühmten Holzschnitzer. Durch die Handbindung mit Bastschnüren und das Naturpapier mit Stroh für das Siegel wird er richtig (an) faßbar. Alles in allem, Beinert konzentriert sich in der Gestaltung auf das Wesentliche und bringt eine ungewöhnliche Kombination zustande: schönstes Design mit Inhalt. |
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© 2013 Atelier Beinert | Berlin, Frankfurt, Hamburg und München. Design Studio für visuelle Kommunikation, Kultur- und Unternehmenskommunikation. Unter den Linden 16, 10117 Berlin.
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