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Typographische Anfängerfehler

Typographische Anfängerfehler

Eine Frage von Antje Dohmann für das Designmagazin PAGE an den Grafikdesigner und Typographen Wolfgang Beinert.

 

Welche typischen Anfängerfehler sind Ihnen während Ihrer ersten Projekte unterlaufen, über die Sie heute schmunzeln?

Wolfgang Beinert: Typographische Anfängerfehler? Ich kann mich beim besten Willen an keine erinnern. Denn als ich 1990 anfing, war die »Typowelt« selbst für einen blutigen Anfänger wie mich noch in Ordnung. Meine »Typo« wurde nämlich von Schriftsetzereien umgesetzt, auf deren Know-how ich mich blind verlassen konnte. Es gab eine überschaubare Anzahl an Druckschriften, die Schriftmusterbücher verdienten noch ihren Namen, Korrektor war ein Beruf und meine Fehler im typographischen Workflow wurden von »meinen« Setzern stillschweigend bis auf das letzte Semikolon ausgebügelt. Typographie bestand aus einem Layout, Schriftmustern, Typometern, Reprovorlagen, Typoskripten, Korrekturfahnen und vielen langen Fachgesprächen mit dem Chef der Setzerei. Ich habe dabei sehr viel gelernt. Das hatte sich mit der Umstellung auf die digitale Typographie ab 1993 gravierend geändert. Die ersten Jahre meiner »PostScript-Ära« waren gepflastert mit Anfängerfehlern technischer Natur: Verschwunden Dateien, nichtfunktionierende Schriften, kaputte Files und fehlerhafte Filmbelichtungen.

 

Weiterführende Informationen

typoPAGE 02.2005, ISSN 1612-0329

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Wolfgang Beinert | Berlin: Graphic Design Studio
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